Landesjagdverband Hessen e. V.

Pressemitteilung

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Kein schwangeres Wild bejagen -

Landesjagdverband appelliert an HessenForst Rotwild im Lebensraum zu lenken und tierschutzgerecht zu bejagen

(Bad Nauheim) 21.03.2018

In einem Fernsehbericht vom 19. März 2018 beklagt HessenForst im Forstbetrieb Frankenberg eine jährliche Beschädigung der Fichten in Höhe von 3 %. Nach dem Bericht des Hessischen Rundfunks soll es bereits ab Mai wieder „große Treibjagden“ geben, „damit sich der Wald langsam erholen und gesund nachwachsen kann.“

„Gerade im Mai sind Rot- und Rehwild hochträchtig. Die ersten Rotwildkälber werden bereits Ende Mai geboren. Es kann nicht sein, dass schwangere Rotwildkühe bei Treibjagden durch den Wald gehetzt werden, gerade in der Zeit, wo sie dringend Ruhe benötigen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen. Statt großer Treibjagden im Mai, gilt es das Wild gezielt durch Ruhe und Nahrung zu „lenken“.

Der Landesjagdverband Hessen hat bereits zwei Lebensraumgutachten im Kaufunger Wald und in Wattenberg-Weidelsburg veröffentlicht, ein weiteres im Gieseler Forst wird am 20. April vorgestellt. Verschiedene Maßnahmen wie z. B. ausgewiesene Ruhezonen, der Ausbau von Wildäsungflächen und die Besucherlenkung in sensiblen Waldbereichen sollen dazu beitragen, dass das Rotwild sich auf der Fläche verteilt und keine großen Rudel entstehen.

Zudem sollen insbesondere heimische Baumarten den Vorzug bekommen: Buche und Eiche verbreiten sich auf natürlichem Wege und sind weitaus weniger verbissen als die nichtheimische Douglasie. Wer aus betriebswirtschaftlichen Gründen solche fremdländischen Baumarten in den deutschen Wald einbringt, muss sie vor Verbiss schützen und darf nicht eine gnadenlose Jagd auf das heimische Rot- und Rehwild propagieren.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Stifter
Pressesprecher

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