Landesjagdverband Hessen e. V.

Pressemitteilung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie erhalten eine Pressemitteilung des Landesjagdverbandes Hessen zur Veröffentlichung und weiteren Verwendung. Zum Herunterladen des Pressefotos in hoher Auflösung klicken Sie bitte auf das Vorschaubild unten und beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
 

Verfassungswidrige Schonzeit für Jungfüchse und Jungmarderhunde muss zeitnah aufgehoben werden

Der Landesjagdverband fordert die hessische Umweltministerin Priska Hinz auf, die verfassungswidrige Schonzeit für Jungfüchse und Jungmarderhunde sofort aufzuheben. Der Hessische Staatsgerichtshof hatte kürzlich entschieden, dass die Hessische Jagdverordnung vom 10.12.2015 und die Schonzeiten für Jungwaschbär, Jungfuchs und Jungmarderhund  nicht mit der Hessischen Verfassung vereinbar und sachlich nicht begründet seien.

(Bad Nauheim) Am 28. Februar endete die Jagdzeit für Füchse und adulte Waschbären, die in der hessischen Jagdverordnung von 2015 verankert worden ist. Besonders zur Brutzeit von seltenen Bodenbrütern wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn stellt die Schonzeit ein großes Problem dar. Aber auch junge Feldhasen oder die wenigen Feldhamster sind in der ausgeräumten und kargen Kulturlandschaft ihren Fressfeinden hilflos ausgesetzt.


Fuchswelpen an Hase - Quelle: KauerMross/DJV
 

In einem ersten Schritt wurde nun die im Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen beschlossene Aufhebung der Schonzeit für den Jungwaschbären umgesetzt. Mit Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt vom 24.02.2020 wurde diese einen Tag später gültig.

„Obwohl der Staatsgerichtshof zu der Normenkontrollklage der FDP-Fraktion Hessen eindeutig festgestellt hat, dass die für Jungfüchse und Jungmarderhunde verordneten Schonzeiten verfassungswidrig sind, hat die hessische Umweltministerin Priska Hinz diese bis zum heutigen Tag nicht geändert. Auf Nachfrage des Landesjagdverbandes wurde lediglich mitgeteilt, dass um weitere Geduld gebeten wird. Geduld haben wir Jäger allerdings nicht, wenn es um den Schutz von Bodenbrütern, Junghasen oder dem Feldhamster geht. Diese müssen in der Brut- und Setzzeit wirksam vor ihren Fressfeinden geschützt werden“,

so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes.

Der Landesjagdverband fordert die hessische Landesregierung mit Nachdruck auf, die Schonzeit für Jungfüchse und Jungmarderhunde schnellstmöglich aufzuheben, damit ein flächendeckender Schutz von bedrohten Arten wieder möglich ist.

Neben der Verbesserung der Lebensräume ist die Bejagung die effektivste Möglichkeit, um den hohen Fraßdruck auf die Jungtiere und die auf den Nestern sitzenden Elterntiere zu verringern.

Hintergrund:

Meldung vom 12.02.2020:
„Hessischer Staatsgerichtshof bestätigt Argumentation des LJV: Keine sachliche Begründung für die Schonzeit von juvenilen Füchsen, Waschbären und Marderhunden":

https://ljv-hessen.de/hessischer-staatsgerichtshof-bestaetigt-argumentation-des-ljv-keine-sachliche-begruendung-fuer-die-schonzeit-von-juvenilen-fuechsen-waschbaeren-und-marderhunden/


Meldung vom 26.02.2020:
„Jungwaschbär wieder ganzjährig bejagbar“

https://ljv-hessen.de/jungwaschbaer-wieder-ganzjaehrig-bejagbar/

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne auch telefonisch unter 06032/9361-17 oder per E-Mail an: markus.stifter@ljv-hessen.de zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Markus Stifter
Pressesprecher

 

Diese E-Mail wurde automatisch generiert und versendet.
Um Ihr Abo zu löschen, klicken Sie bitte hier.

.